
Geh
nicht nur die glatten Straßen,
geh
Wege, die noch niemand ging.
Damit
du Spuren hinterlässt,
und
nicht nur Staub.
Antoine de Saint-Exupéry
(1900 – 1944),
französischer
Schriftsteller.
Aktuelles:
Intensivtag für Führungskräfte:
Top-Vorbereitung auf den demografischen Wandel
Donnerstag, 8. August 2010, von 9.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr in Bad Steben
/ Mordlau
Viele Unternehmer und Führungskräfte meinen immer noch, dass das
Hauptproblem des demografischen Wandels Nachwuchskräftemangel insbesondere bei
Fach- und Führungskräften bedeutet. Dies ist jedoch nur ein kleiner Teilaspekt!
Die größeren Tücken sind woanders zu suchen.
Der Intensivtag gibt folgenden Überblick:
·
Grundlagen für die betrieblichen Aufgaben zur Bewältigung
des demografischen Wandels
·
Business Process Reengineering: Die neue Definition
aufgrund des demografischen Wandels
·
Gesundheitsmanagement ist mehr als Bereitstellung
einer Rückenschulung
·
Arbeitszeitmodelle und die notwendigen Anpassungen
·
LLL Lebenslanges Lernen und die Möglichkeit einer
dauerhaften betrieblichen Regelung
·
Retention Management: Die Kunst, Mitarbeiter im
Unternehmen zu halten
·
Betriebliches Generationenmanagement und die daraus
resultierenden Chancen
für den Mittelstand
Hans Sahrhage: Seit den Nailaer Demografietagen 2003
beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema und den Auswirkungen auf den
betrieblichen Alltag. Ich kann so am Intensivtag von vielen meist positiven
Praxisbeispielen berichten. Mein „demografisches“ Wissen darf ich als
Lehrbeauftragter an der Hochschule Hof weitergeben. Auch wurde ich um einen
Beitrag in einer Schrift der AWV gebeten.
Am Intensivtag sind Fragen, gemeinsame Diskussion und Erfahrungsaustausch sind
besonders gewünscht!
Teilnahmegebühr:
375,- € / Person plus MwSt.; darin sind beinhaltet Unterlagen und Verpflegung;
am Intensivseminar können 10 Personen teilnehmen.
Unser
Wandervorschlag mit vielen schönen Ausblicken und stillen Wäldern:
Hirschberg (Saale) – östliche Saale-Seite – Joditz – westliche
Saale-Seite über Lamitz – zurück nach Hirschberg
§
Parkplatz vor dem Ledermuseum Hirschberg
§
Wanderweg US 61 über die Hangbrücke und die Saalehalbinsel
§
Brücke über den Thannbach weiter auf Rundwanderweg 3 bis Joditz
§
ab Saalebrücke Joditz wieder auf US 61 Richtung Lamitz und
weiter über den Roßberg und Untertiefengrün zurück nach Hirschberg
Dauer rund 4 Stunden; festes Schuhwerk erforderlich!
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Archiv:
1. Mobiler Wirtschaftstag in Naila am Samstag, 24.
Oktober 2009.
Diese spannende Veranstaltung wurde von den Nailaer
Bürgern nicht angenommen!
Nur ca. 3 % nutzen die seltene Gelegenheit, ihre Wertschätzung den Nailaer
Unternehmen und gegenüber den dortigen Arbeitsplätzen zu zeigen. Wir finden
dies traurig! Die beteiligten Firmen Spedition BISCHOFF, TLS, LIBA
Maschinenfabrik, GEBELEIN, die REHAU in Marlesreuth, die Weberei MUNZERT, THÜGA
MeteringService, die SPARKASSE HOCHFRANKEN, die Brauerei WOHN, die DIAKONIE
MARTINSBERG, STS SIGNAL TECHNIK SPRENGER, die BRAUEREI WOHN und die
Werbegemeinschaft OZÜNDER repräsentieren rund 1.500 Arbeitsplätze und zahlreiche
Ausbildungsplätze. Die wenigen Besucher waren jedoch, wie zu erwarten, sehr
interessiert und konnten bestens informiert werden. Sie zeigten sich zufrieden.
Die "Qualität der Kontakte" wurde genauso von den teilnehmenden
Unternehmen gelobt.
Die
Ideenschmiede Frankenwald wird sich aufgrund des "Nailaer"
Desinteresses nicht mehr ehrenamtlich für einen Nailaer Wirtschaftstag
engagieren.
Regionaler Tourismus
Die
Ideenschmiede Frankenwald hatte im Jahr 2009 das Schwerpunktthema
"Tourismus". Im Februar fand bereits ein Treffen mit Vertretern aus
Politik, Institutionen und aktiven Bürgern statt.
Leider sprang kein Funke über, um notwendige/"machbare" Projekte
zügig und erfolgreich anzupacken. Besonders die "Offiziellen" zeigten
wenig Interesse.
Doch wir
ließen uns nicht entmutigen und taten etwas: Der zweite Versuch
"Info-Punkt Tourismus" am Standort Alter Bahnhof Lichtenberg war ein
voller Erfolg.
Am
Sonntag 09.08.2009 weckte dort eine Nailaer Marktbude Neugier. Bei schönem
Sommerwetter konnten sich Gäste aus nah und fern bei Helmut Welte vom
Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen und Hans Sahrhage von der Ideenschmiede
Frankenwald persönliche Auskünfte über die touristischen Ziele in der Region
einholen. Die Besucherzahl war an diesem Standort mindestens 5 x so hoch wie
beim ersten Versuch im Juni in Marxgrün. Die Gäste kamen aus nah und fern. Zu
"fern" gehörten z.B. Schleswig-Holstein und Hamburg, das Münsterland,
Freiburg, Berlin und besonders zahlreich der Raum Nürnberg. Kartenmaterial für
Wanderungen und Radtouren waren besonders gefragt. Ganz oben auf der Liste
standen dabei die Karte vom Höllental (gesponsert von der Firma Höllensprudel),
die Führer vom "Grünen Band", die neue Freizeitkarte Selbitztal, der
Prospekt "Werksverkäufe Landkreis Hof" und die Information „Einkehren
bei Freunden“. Zufriedene Gesichter der Besucher zeigten, dass die persönliche
Beratung ankam. Organisiert wurde die Aktion von der Ideenschmiede Frankenwald,
der Ferienregion Selbitztal, der Stadt Naila und dem Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen.
Bürgermeister Frank Stumpf von der Stadt Naila dankte für das ehrenamtliche
Engagement.
Das
Ergebnis des ersten "Versuches": An Fronleichnam (11.06.2009) und am
folgenden Wochenende (13./14.06.2009) wurde eine "mobile" Info-Stelle
in Naila-Marxgrün vor der dortigen Feuerwehr eingerichtet.
Nennenswerte
Erkenntnisse (Auszug) waren:
1. Unser
Info-Punkt, an dem auch Autofahrer halten sollten, war zu schlecht erkennbar.
"Vorwegweiser" in ca. 100 m Entfernung sind künftig dringend
notwendig.
2.
Besucher am Donnerstag (verregnet!) waren in erster Linie Wanderer (gut 30
waren sogar auf dem Frankenweg Richtung Süden unterwegs).
3.
Besucher am Samstag: Deutlich schwächster Besuchertag.
4.
Besucher am Sonntag: Bester Besuchertag. Die meisten Interessenten waren
Radfahrer, dann Wanderer / Spaziergänger und dann erst „Autofahrer“ (s.o.). Der
meiste Andrang war zwischen 13 und 15.15 Uhr, danach fast keine Besucher mehr!
5. Gefragt
war in erster Linie Kartenmaterial. Radfahrerkarten waren sogar mehr gefragt
als Wanderkarten.
6.
Information um das „Grüne Band“ war eindeutig der Renner!
7.
Standbesucher kamen aus den Niederlanden, dem Lipperland, München, relativ
viele aus dem Großraum Nürnberg und die meisten aus unserer eigenen Region.
8.
Einheimische meinten häufig „wir kennen alles“ und nahmen dann einiges „Neues“
mit.
9. Fast
jeder Besucher bedankte sich ausdrücklich. Es gab mehrfach Äußerungen wie
„Schön, dass es so etwas gibt“. Mehrfach wollte man uns für die Informationen
freiwillig (!) bezahlen und freute sich dann, dass es umsonst ist. (Die
Wertigkeit der persönlichen Auskunft ist wohl angekommen!)
10.
„Attraktionen“ bei schlechtem Wetter (insbesondere für Familien mit Kindern um
10 Jahre) sind äußerst dünn gesät: An unserem Fronleichnams-Feiertag hatte für
diese Zielgruppe neben den Schwimmbädern (Therme) nur der
Friedrich-Wilhelm-Stollen und die Minigolfanlage Ludelbach planmäßig offen. Es
fällt direkt schwer, aus dem Prospektmaterial die Öffnungszeiten für einen
solchen Tag herauszufinden. Beste, aber nicht vollständige Auflistung gibt es
in der Frankenpost. Hat die aber der Urlauber / Tagesgast parat? Ähnliches gilt
für Auflistungen im Internet.
Dank an
die aktiven Unterstützer (Standpersonal) dieses Versuches:
Verein 50plus in Oberfranken, Mehrgenerationen Projekt-Schmiede in Naila,
Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen und weitere engagierte Bürger.
Neben der
Ideenschmiede Frankenwald unterstützten diesen Versuch ganz tatkräftig die
Stadt Naila, die Ferienregion Selbitztal, der Verein 50plus in Oberfranken, der
Verein winFORS sowie tatkräftige Bürger aus dem Frankenwald.
Es bleibt
spannend, ob die örtlichen Tourismus-Verantwortlichen die positiven Ergebnisse
unserer "Versuche" in ihr Tagesgeschäft 2010 einbringen oder nicht.
Der 3. Nailaer Wirtschaftstag fand am Sonntag, den 22. Oktober
2006, statt. Die Resonanz der Bevölkerung war wie bei den vorangegangenen
Veranstaltungen sehr groß. Auch die Aussteller waren vom Interesse der Bürger
angetan.
Bilder vom Wirtschaftstag finden Sie unter www.naila.de/wirtschaft06/.
Auch die
Autobahngespräche 2003 waren wieder ein voller Erfolg.
Hier einige
Pressereaktionen:
Süddeutsche Zeitung, München, 02.09.2003

Frankenpost, Hof, 05.09.2003

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Pressemitteilung der Stadt Naila vom 16.09.2002:
Die Autobahn A9,
Plattform für innovatives Standortmarketing –
die Stadt Naila, der Landkreis Hof und Hochfranken gehen gemeinsam neue Wege
Die durch ihre besondere Architektur als Brückenrasthaus bekannte Autobahnraststätte Rudolphstein erlebte am 12. September 2002 einen ganz besonderen Spätsommertag: 10 bunte Kühe weideten nicht an den bekannten Stellen in Naila sondern zwischen Zapfsäulen und Parkplätzen und erregten Neugier bei den Reisenden. Fleißige ehrenamtliche „Nailaer“ Helfer aller Altersgruppen sprachen die Rastenden freundlich an und luden sie zu einem Besuch der Ausstellung der Stadt Naila und der Region ein. Dort konnten sie mit Vertretern von namhaften, z.T. weltweit agierenden Unternehmen und den Repräsentanten aus der regionalen Politik und des öffentlichen Lebens sprechen, gegenseitig kennenlernen und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit erkunden. Auch die Vorzüge des Frankenwaldes als Ferienregion war ein häufiges Thema.
Innovationen
sind für den Nailaer Unternehmer Hans Sahrhage Motoren für die Zukunft. Er
hatte dieses Projekt vorgeschlagen und offene Ohren beim Nailaer 1.
Bürgermeister Frank Stumpf, beim Wirtschaftsservice des Landkreises Hof mit
Herrn
Die
„offiziellen Besucher“ wie der Hofer Landrat Bernd Hering mit seinen
Stellvertretern Klaus Adelt und Hannsjürgen Lommer waren von der Nailaer
Leistung überrascht und voll begeistert. Bundesminister a. D. Dr. Jürgen Warnke
als Vorsitzender vom Kuratorium Hochfranken sprach sogar von Aufbruchstimmung,
die diese Aktion für die Region bringt. Die positiven Fernwirkung durch die
überregionale Berichterstattung durch den Bayerischen Rundfunk und das Bayerische
Fernsehen war enorm. Spontan gingen Glückwünsche für diese gut durchdachte und
sympathisch durchgeführte Marketingveranstaltung ein. Auch der Wunsch nach

Ein früher Spätsommermorgen über dem Saaletal, ein guter Start für die Nailaer Autobahngespräche

Frau Dr. Soganci im Gespräch mit MdL Alexander König, dem 1. Bürgermeister Frank Stumpf und Bundesminister a.D. Dr. Jürgen Warnke; ganz rechts eine der Nailaer „Küh“

Die Ausstellung steht, die Besucher können kommen
Pressemitteilung der Stadt Naila vom 3. September 2002
Die
oberfränkische Stadt Naila geht neue Wege im
Wirtschaftsstandortmarketing
Am 12. September 2002
präsentiert sich die Stadt Naila gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft,
Politik und Tourismus-Organisationen bei einer bislang einmaligen Aktion auf
dem Autobahnrasthof "Frankenwald" an der A9 genau in der Mitte
zwischen Berlin und München.
Firmen und
Institutionen sprechen die Tausenden von Reisenden an, die tagein tagaus am
Rasthof Station machen. Darunter sind
Geschäftsleute, Vertreter und Urlauber, die sich gar nicht bewusst sind, dass sie durch eine Wirtschaftsregion
mit der dritthöchsten Industriedichte der Europäischen Union und gleichzeitig
durch einen der schönsten Naturparks in Deutschland fahren. Mit der Aktion sollen die Standortvorteile Naila
und der Region einem breiten Publikum auf sympathische und angenehme Weise
bekannt gemacht werden.
Die Stadt im
ehemaligen Grenzland hat viel zu bieten: Malerisch im
Das bayerische
Staatsbad Bad Steben mit seiner Spielbank hegt ebenso gleich um die Ecke wie
das wildromantische Naturschutzgebiet Höllental. Über dreitausend Kilometer
markierter Wanderwege in einer malerischen Mittelgebirgslandschaft stehen zur
Verfügung. Radler und Mountainbiker
kommen hier voll auf ihre Kosten.
Die
Verkehrsinfrastruktur in der Region
ist ausgezeichnet: Vormals durch die innerdeutsche Grenze abgeriegelt, wurden
im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit die Autobahnen großzügig
ausgebaut. Drei Bundesautobahnen binden
die Region inzwischen hervorragend an.
Der Regionalflughafen Hof-Plauen, von Naila aus in einer Viertelstunde
zu erreichen, ermöglicht dreimal täglich Flüge nach Frankfurt a. Main sowie
Charterflüge zu Urlaubszielen.
Auch bei der
Vermarktung dieser Vorteile geht man in HochFranken neue Wege. Der Landkreis Hof, in dem die Stadt Naila
liest, hat sich mit der Stadt Hof und dem Landkreis Wunsiedel zu einer
gemeinsamen Marketingkampagne entschlossen. Mit gebündelten Kräften wird die
Region als Wirtschaftsstandort unter dem Namen "HochFranken"
international beworben - in den USA ebenso wie auf europäischen
Leitmessen. Die Kampagne läuft unter der
Dachmarke Bayern (invest-in-bavaria) des bayerischen
Wirtschaftsministeriums. Die
Autobahngespräche machen diese Vorteile bekannt und helfen dadurch,
hochqualifizierte Fachkräfte in die Region zu bringen.
Die nicht ganz
alltägliche Idee hatte der Nailaer Unternehmer Hans Sahrhage. Gemeinsam mit Bürgermeister Frank Stumpf,
Die
"Autobahngespräche" sind eine Gemeinschaftsaktion von:
Stadt Naila, 1.
Bürgermeister Frank Stumpf, Telefon 09292/68-30;
Landkreis Hof,
Landrat Bernd Hering, Telefon 09281/57-438;
Kuratorium
HochFranken, Geschäftsführer Dr. Michael Seidel, Telefon 09291/705952;
Hans Sahrhage,
Telefon 09282/95355;
Ferienregion
Selbitztal, Geschäftsführer Edgar Findeiß, Telefon 09282/6929.
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Bericht über die Podiumsdiskussion vom 27. April 2002 zum Thema
"Unternehmensansiedlung und Standortwahl"
Die
Besetzung: Bertram M. Brossardt, Ansiedlungsbeauftragter des
bayerischen Wirtschaftsministers,
Pressebericht
über die Veranstaltung (©
BERG. - Fast
drei Stunden lebhafter Diskussion brachte eine Veranstaltung zum Thema
"Unternehmensansiedlung und Standortwahl" im Saale Hotel Vogel in
Berg-Rudolphstein. Eingeladen hatte die ,,Ideenschmiede Frankenwald", eine
kürzlich gegründete Gruppierung aus Unternehmen, touristischen Einrichtungen
und Privatleuten aus der Region.
,,Die Ideen,
die wir gemeinsam schmieden, sollen Positives für unsere Region bewirken",
erklärte der Sprecher der Initiative, Hans Sahrhage, bei der Begrüßung; ,,nur im
Sessel sitzen und kritisieren gilt nicht - aufstehen und anpacken ist angesagt."
In diesem
Sinne bezog sich die von Achim Hager moderierte Diskussion sowohl auf die
hiesige Region als auch auf überregionale Aspekte des Themas. Derartige
Veranstaltungen sollen es ermöglichen, dass durch die Gespräche untereinander
ein Netzwerk von Verantwortlichen in der Region entsteht.
Als eine
Stärke der Region: nannte Dr. Michael Seidel, Geschäftsführer des Kuratoriums Hochfranken,
die verkehrsgeografische Lage, die aus der ehemalige "Totwinkellage"
jetzt zum Vorteil geworden sei und durch die EU-Erweiterung an Bedeutung
gewinnen werde. Dies zeige sich auch an dem im Bau befindlichen
Containerterminal, das unter Mitwirkung des Kuratoriums Hochfranken zu Stande
gekommen sei. Auch gebe es in der Region aus allen Branchen Leute mit
Industrieerfahrung. Allerdings betreffen nach den Worten Seidels
,,ordnungspolitische Fehlleitungen" die Region Hochfranken wegen der hier
mittelständisch geprägten Wirtschaft mehr als Deutschland insgesamt. Auf Grund
der Regulierungsdichte machten sich weniger Leute selbstständig als es
eigentlich könnten. Aus der Erfahrung des Kuratoriums Hochfranken unterstrich
Seidel die Bedeutung der qualifizierten Begleitung von Existenzgründern: So
seien 75 bis 80 Prozent der von seiner Organisation betreuten Betriebe nach
eineinhalb Jahren noch am Markt tätig.
Bertram M.
Brossardt, Ansiedlungsbeauftragter des Bayerischen Wirtschaftsministers, gab
aus einer Studie seines Ministeriums die Erkenntnis wieder, dass Unternehmen
sich hier einem allgemeinen Konzentrationstrend in der Industrie widersetzen
wollten, was auch in Kooperationen geschehe.
,,Es gibt
die Überlegung, ein Technikum als Kern eines Zulieferparks zu errichten",
so Brossardt weiter. Mit fünf Unternehmen solle begonnen werden; rund um das
Technikum solle Prototypenbau für Produktion entwickelt werden; hier sehe man
gute Perspektiven. ,,Wir bilden uns nicht ein, dass wir lohnintensivste Fertigung
bekommen werden", so der Ministeriumsvertreter weiter, ,,sondern wir
sollten uns auf Sektoren konzentrieren, wo die Qualifikation der Mitarbeiter
eine große Rolle spielt."
Ein großes
Potenzial sieht Brossardt in dem wachsenden Anteil an Elektronik im Auto sowie
in der Entwicklung recyclingfähiger Werkstoffe. Ein Gespräch mit
Spitzenvertretern von BMW habe ergeben, dass dabei ,,in Nordbayern sehr gute
Möglichkeiten vorhanden sind".
Dr. Gabi
Troeger-Weiß, Professorin für Regionalentwicklung und Raumordnung an der
Universität Kaiserslautern und Geschäftsführerin des Forums Zukunft
Oberfranken, nannte Hochschulen ein ,,zentrales Moment bei
Unternehmensgründungen". So würden nach einer Untersuchung ihres
Lehrstuhls allein in der Region Karlsruhe pro Jahr etwa 200 Unternehmen neu
gegründet. ,,Hochfranken hat selbst keine Autohersteller, aber es sind einige
in der Umgebung", fuhr Troeger-Weiß fort.
Als herausragende Anforderungen von Automobilzulieferern an potenzielle Standorte habe ihre Untersuchung folgende Faktoren ermittelt: niedrige Standortkosten, eine gute Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, unproblematische arbeitsrechtliche Strukturen, die Nähe zu Automobilherstellern, schnelle Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Möglichkeit zur Nutzung vorhandener Strukturen. ,,Diese Voraussetzungen sind in Oberfranken vorhanden", erklärte die Wissenschaftlerin, ,,und diese Standortvorteile gelten nicht nur in Bezug auf die Automobilindustrie."
Dr. Michael
Wüst, Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der
Fachhochschule Mittweida und Autor des Buches ,,Deutschland am
Wendepunkt", erklärte, neue Unternehmensansiedlungen seien zwar
wünschenswert, reichten aber allein zur Lösung der Probleme nicht aus. Zuerst
gelte es die schon vorhandenen Unternehmen zu stärken. ,,Das ist aber nicht nur
Frage der Regionalpolitik, sondern auch der Bundespolitik", so der
Wissenschaftler.
In
Deutschland habe sich seit 1965 die Lage am Arbeitsmarkt kontinuierlich
verschlechtert, konstatierte Wüst. Er schlug vor, die jungen Unternehmen in den
ersten drei Jahren von Steuerlasten und Meldepflichten zu befreien. Darüber
ergab sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion zwischen Podiumsteilnehmern
und Zuhörern. Dabei wurde darauf verwiesen, dass ähnliche Wege schon im Ausland
erfolgreich beschritten werden.
Eine wichtige Rolle wurde den Medien zugeschrieben: Bei der täglichen Berichterstattung gelte es positive Ansätze in der Wirtschaftsentwicklung besser herauszustellen.
Besuchen Sie
bitte auch die Internet-Seite der Hans
Sahrhage Unternehmensberatung, Naila.
Bitte beachten Sie: Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seiten bzw. aller angegebenen Links und machen uns ihre Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle in unseren Wirtschaftsinformationen oder auf unseren eigenen Webseiten angebrachten Links zu fremden Seiten. (Urteil vom 12. Mai 1998 des Landgerichts Hamburg).
Impressum:
Ideenschmiede Frankenwald
c/o Hans Sahrhage
Am Hang 26
95119 Naila
Tel.: 09282 / 95355
Fax: 09282 / 95356
eMail: info@ideenschmiede-frankenwald.de
Stand: 17. Juli 2010