
Geh nicht nur die
glatten Straßen,
geh Wege, die noch
niemand ging.
Damit du Spuren
hinterlässt,
und nicht nur Staub.
Antoine de Saint-Exupéry (1900 – 1944),
französischer Schriftsteller.
Aktuelles:
1.
Mobiler Wirtschaftstag in Naila am Samstag, 24. Oktober 2009.
Diese spannende Veranstaltung wurde von den Nailaer Bürgern nicht
angenommen!
Nur ca. 3 % nutzen die seltene Gelegenheit, ihre Wertschätzung den Nailaer
Unternehmen und gegenüber den dortigen Arbeitsplätzen zu zeigen. Wir finden
dies traurig! Die beteiligten Firmen Spedition BISCHOFF, TLS, LIBA
Maschinenfabrik, GEBELEIN, die REHAU in Marlesreuth, die Weberei MUNZERT, THÜGA
MeteringService, die SPARKASSE HOCHFRANKEN, die Brauerei WOHN, die DIAKONIE
MARTINSBERG, STS SIGNAL TECHNIK SPRENGER, die BRAUEREI WOHN und die
Werbegemeinschaft OZÜNDER repräsentieren rund 1.500 Arbeitsplätze und
zahlreiche Ausbildungsplätze. Die wenigen Besucher waren jedoch, wie zu
erwarten, sehr interessiert und konnten bestens informiert werden. Sie zeigten
sich zufrieden. Die "Qualität der Kontakte" wurde genauso von den
teilnehmenden Unternehmen gelobt.
Die Ideenschmiede Frankenwald wird sich aufgrund
des "Nailaer" Desinteresses nicht mehr ehrenamtlich für einen Nailaer
Wirtschaftstag engagieren.
2.
Regionaler Tourismus
Die Ideenschmiede Frankenwald hat im Jahr 2009 das
Schwerpunktthema
"Tourismus". Im Februar fand bereits ein Treffen mit Vertretern aus
Politik, Institutionen und aktiven Bürgern statt.
Leider sprang kein Funke über, um notwendige/"machbare" Projekte
zügig und erfolgreich anzupacken. Besonders die "Offiziellen" zeigten
wenig Interesse.
Doch wir lassen uns nicht entmutigen und tun etwas:
Der zweite Versuch "Info-Punkt Tourismus" am Standort Alter Bahnhof
Lichtenberg war ein voller Erfolg.
Am Sonntag 09.08.2009 weckte dort eine Nailaer
Marktbude Neugier. Bei schönem Sommerwetter konnten sich Gäste aus nah und fern
bei Helmut Welte vom Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen und Hans Sahrhage
von der Ideenschmiede Frankenwald persönliche Auskünfte über die touristischen
Ziele in der Region einholen. Die Besucherzahl war an diesem Standort
mindestens 5 x so hoch wie beim ersten Versuch im Juni in Marxgrün. Die Gäste
kamen aus nah und fern. Zu "fern" gehörten z.B. Schleswig-Holstein
und Hamburg, das Münsterland, Freiburg, Berlin und besonders zahlreich der Raum
Nürnberg. Kartenmaterial für Wanderungen und Radtouren waren besonders gefragt.
Ganz oben auf der Liste standen dabei die Karte vom Höllental (gesponsert von
der Firma Höllensprudel), die Führer vom "Grünen Band", die neue
Freizeitkarte Selbitztal, der Prospekt "Werksverkäufe Landkreis Hof"
und die Information „Einkehren bei Freunden“. Zufriedene Gesichter der Besucher
zeigten, dass die persönliche Beratung ankam. Organisiert wurde die Aktion von
der Ideenschmiede Frankenwald, der Ferienregion Selbitztal, der Stadt Naila und
dem Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen. Bürgermeister Frank Stumpf von der
Stadt Naila dankte für das ehrenamtliche Engagement.
Das Ergebnis des ersten "Versuches": An
Fronleichnam (11.06.2009) und am folgenden Wochenende (13./14.06.2009) wurde
eine "mobile" Info-Stelle in Naila-Marxgrün vor der dortigen Feuerwehr
eingerichtet.
Nennenswerte Erkenntnisse (Auszug) waren:
1. Unser Info-Punkt, an dem auch Autofahrer halten
sollten, war zu schlecht erkennbar. "Vorwegweiser" in ca. 100 m
Entfernung sind künftig dringend notwendig.
2. Besucher am Donnerstag (verregnet!) waren in
erster Linie Wanderer (gut 30 waren sogar auf dem Frankenweg Richtung Süden
unterwegs).
3. Besucher am Samstag: Deutlich schwächster
Besuchertag.
4. Besucher am Sonntag: Bester Besuchertag. Die
meisten Interessenten waren Radfahrer, dann Wanderer / Spaziergänger und dann
erst „Autofahrer“ (s.o.). Der meiste Andrang war
zwischen 13 und 15.15 Uhr, danach fast keine Besucher mehr!
5. Gefragt war in erster Linie Kartenmaterial.
Radfahrerkarten waren sogar mehr gefragt als Wanderkarten.
6. Information um das „Grüne Band“ war eindeutig
der Renner!
7. Standbesucher kamen aus den Niederlanden, dem
Lipperland, München, relativ viele aus dem Großraum Nürnberg und die meisten
aus unserer eigenen Region.
8. Einheimische meinten häufig „wir kennen alles“
und nahmen dann einiges „Neues“ mit.
9. Fast jeder Besucher bedankte sich ausdrücklich.
Es gab mehrfach Äußerungen wie „Schön, dass es so etwas gibt“. Mehrfach wollte
man uns für die Informationen freiwillig (!) bezahlen und freute sich dann,
dass es umsonst ist. (Die Wertigkeit der persönlichen Auskunft ist wohl
angekommen!)
10. „Attraktionen“ bei schlechtem Wetter
(insbesondere für Familien mit Kindern um 10 Jahre) sind äußerst dünn gesät: An
unserem Fronleichnams-Feiertag hatte für diese Zielgruppe neben den
Schwimmbädern (Therme) nur der Friedrich-Wilhelm-Stollen und die Minigolfanlage
Ludelbach planmäßig offen. Es fällt direkt schwer, aus dem Prospektmaterial die
Öffnungszeiten für einen solchen Tag herauszufinden. Beste, aber nicht
vollständige Auflistung gibt es in der Frankenpost. Hat die aber der Urlauber /
Tagesgast parat? Ähnliches gilt für Auflistungen im Internet.
Dank an die aktiven Unterstützer (Standpersonal)
dieses Versuches:
Verein 50plus in Oberfranken, Mehrgenerationen Projekt-Schmiede in Naila,
Förderverein Friedrich-Wilhelm-Stollen und weitere engagierte Bürger.
Neben der Ideenschmiede Frankenwald unterstützten
diesen Versuch ganz tatkräftig die Stadt Naila, die Ferienregion Selbitztal,
der Verein 50plus in Oberfranken, der Verein winFORS sowie tatkräftige Bürger
aus dem Frankenwald.
Unser Wandervorschlag mit vielen schönen
Ausblicken und stillen Wäldern:
Hirschberg
(Saale) – östliche Saale-Seite – Joditz – westliche Saale-Seite über Lamitz – zurück nach Hirschberg
§
Parkplatz
vor dem Ledermuseum Hirschberg
§
Wanderweg
US 61 über die Hangbrücke und die Saalehalbinsel
§
Brücke
über den Thannbach weiter auf Rundwanderweg 3 bis
Joditz
§
ab
Saalebrücke Joditz wieder auf US 61 Richtung Lamitz
und weiter über den Roßberg und Untertiefengrün zurück nach Hirschberg
Dauer rund
4 Stunden; festes Schuhwerk erforderlich!
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Archiv:
Der
3. Nailaer Wirtschaftstag fand am Sonntag, den 22. Oktober 2006, statt.
Die Resonanz der Bevölkerung war wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen
sehr groß. Auch die Aussteller waren vom Interesse der Bürger angetan.
Bilder
vom Wirtschaftstag finden Sie unter www.naila.de/wirtschaft06/.
Auch die Autobahngespräche 2003
waren wieder ein voller Erfolg.
Hier einige Pressereaktionen:
Süddeutsche Zeitung, München, 02.09.2003

Frankenpost, Hof, 05.09.2003

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Pressemitteilung der Stadt Naila vom 16.09.2002:
Die Autobahn A9, Plattform für
innovatives Standortmarketing –
die Stadt Naila, der Landkreis Hof und Hochfranken gehen gemeinsam neue Wege
Die durch ihre besondere Architektur als Brückenrasthaus bekannte Autobahnraststätte Rudolphstein erlebte am 12. September 2002 einen ganz besonderen Spätsommertag: 10 bunte Kühe weideten nicht an den bekannten Stellen in Naila sondern zwischen Zapfsäulen und Parkplätzen und erregten Neugier bei den Reisenden. Fleißige ehrenamtliche „Nailaer“ Helfer aller Altersgruppen sprachen die Rastenden freundlich an und luden sie zu einem Besuch der Ausstellung der Stadt Naila und der Region ein. Dort konnten sie mit Vertretern von namhaften, z.T. weltweit agierenden Unternehmen und den Repräsentanten aus der regionalen Politik und des öffentlichen Lebens sprechen, gegenseitig kennenlernen und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit erkunden. Auch die Vorzüge des Frankenwaldes als Ferienregion war ein häufiges Thema.
Innovationen
sind für den Nailaer Unternehmer Hans Sahrhage Motoren für die Zukunft. Er
hatte dieses Projekt vorgeschlagen und offene Ohren beim Nailaer 1.
Bürgermeister Frank Stumpf, beim Wirtschaftsservice des Landkreises Hof mit
Herrn
Die
„offiziellen Besucher“ wie der Hofer Landrat Bernd Hering mit seinen
Stellvertretern Klaus Adelt und Hannsjürgen Lommer waren von der Nailaer
Leistung überrascht und voll begeistert. Bundesminister a. D. Dr. Jürgen Warnke
als Vorsitzender vom Kuratorium Hochfranken sprach sogar von Aufbruchstimmung,
die diese Aktion für die Region bringt. Die positiven Fernwirkung durch die
überregionale Berichterstattung durch den Bayerischen Rundfunk und das
Bayerische Fernsehen war enorm. Spontan gingen Glückwünsche für diese gut
durchdachte und sympathisch durchgeführte Marketingveranstaltung ein. Auch der
Wunsch nach

Ein früher Spätsommermorgen über dem Saaletal, ein guter Start für die Nailaer Autobahngespräche

Frau Dr. Soganci im Gespräch mit MdL Alexander König, dem 1. Bürgermeister Frank Stumpf und Bundesminister a.D. Dr. Jürgen Warnke; ganz rechts eine der Nailaer „Küh“

Die Ausstellung steht, die Besucher können kommen
Pressemitteilung der Stadt Naila vom 3. September 2002
Die
oberfränkische Stadt Naila geht neue Wege im
Wirtschaftsstandortmarketing
Am 12. September 2002 präsentiert
sich die Stadt Naila gemeinsam mit der örtlichen Wirtschaft, Politik und
Tourismus-Organisationen bei einer bislang einmaligen Aktion auf dem
Autobahnrasthof "Frankenwald" an der A9 genau in der Mitte zwischen
Berlin und München.
Firmen und Institutionen sprechen
die Tausenden von Reisenden an, die tagein tagaus am Rasthof Station
machen. Darunter sind Geschäftsleute,
Vertreter und Urlauber, die sich gar nicht bewusst sind, dass sie durch eine Wirtschaftsregion mit der dritthöchsten
Industriedichte der Europäischen Union und gleichzeitig durch einen der
schönsten Naturparks in Deutschland fahren.
Mit der Aktion sollen die Standortvorteile Naila und der Region einem
breiten Publikum auf sympathische und angenehme Weise bekannt gemacht werden.
Die Stadt im ehemaligen Grenzland
hat viel zu bieten: Malerisch im
Das bayerische Staatsbad Bad Steben
mit seiner Spielbank hegt ebenso gleich um die Ecke wie das wildromantische
Naturschutzgebiet Höllental. Über dreitausend Kilometer markierter Wanderwege
in einer malerischen Mittelgebirgslandschaft stehen zur Verfügung. Radler und Mountainbiker kommen hier voll auf
ihre Kosten.
Die Verkehrsinfrastruktur in der Region ist ausgezeichnet:
Vormals durch die innerdeutsche Grenze abgeriegelt, wurden im Rahmen der Verkehrsprojekte
Deutsche Einheit die Autobahnen großzügig ausgebaut. Drei Bundesautobahnen binden die Region
inzwischen hervorragend an. Der
Regionalflughafen Hof-Plauen, von Naila aus in einer Viertelstunde zu
erreichen, ermöglicht dreimal täglich Flüge nach Frankfurt a. Main sowie
Charterflüge zu Urlaubszielen.
Auch bei der Vermarktung dieser
Vorteile geht man in HochFranken neue Wege.
Der Landkreis Hof, in dem die Stadt Naila liest, hat sich mit der Stadt
Hof und dem Landkreis Wunsiedel zu einer gemeinsamen Marketingkampagne
entschlossen. Mit gebündelten Kräften wird die Region als Wirtschaftsstandort
unter dem Namen "HochFranken" international beworben - in den USA
ebenso wie auf europäischen Leitmessen.
Die Kampagne läuft unter der Dachmarke Bayern (invest-in-bavaria)
des bayerischen Wirtschaftsministeriums.
Die Autobahngespräche machen diese Vorteile bekannt und helfen dadurch,
hochqualifizierte Fachkräfte in die Region zu bringen.
Die nicht ganz alltägliche Idee
hatte der Nailaer Unternehmer Hans Sahrhage.
Gemeinsam mit Bürgermeister Frank Stumpf,
Die "Autobahngespräche"
sind eine Gemeinschaftsaktion von:
Stadt Naila, 1. Bürgermeister Frank
Stumpf, Telefon 09292/68-30;
Landkreis Hof, Landrat Bernd Hering,
Telefon 09281/57-438;
Kuratorium HochFranken,
Geschäftsführer Dr. Michael Seidel, Telefon 09291/705952;
Hans Sahrhage, Telefon 09282/95355;
Ferienregion Selbitztal,
Geschäftsführer Edgar Findeiß, Telefon 09282/6929.
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Bericht über die Podiumsdiskussion vom 27. April 2002 zum Thema
"Unternehmensansiedlung und Standortwahl"
Die
Besetzung: Bertram M. Brossardt, Ansiedlungsbeauftragter des bayerischen
Wirtschaftsministers,
Pressebericht über die
Veranstaltung (©
BERG. - Fast drei Stunden
lebhafter Diskussion brachte eine Veranstaltung zum Thema
"Unternehmensansiedlung und Standortwahl" im Saale Hotel Vogel in
Berg-Rudolphstein. Eingeladen hatte die ,,Ideenschmiede Frankenwald", eine
kürzlich gegründete Gruppierung aus Unternehmen, touristischen Einrichtungen
und Privatleuten aus der Region.
,,Die Ideen, die wir
gemeinsam schmieden, sollen Positives für unsere Region bewirken",
erklärte der Sprecher der Initiative, Hans Sahrhage, bei der Begrüßung; ,,nur
im Sessel sitzen und kritisieren gilt nicht - aufstehen und anpacken ist
angesagt."
In diesem Sinne bezog sich
die von Achim Hager moderierte Diskussion sowohl auf die hiesige Region als
auch auf überregionale Aspekte des Themas. Derartige Veranstaltungen sollen es
ermöglichen, dass durch die Gespräche untereinander ein Netzwerk von
Verantwortlichen in der Region entsteht.
Als eine Stärke der Region:
nannte Dr. Michael Seidel, Geschäftsführer des Kuratoriums Hochfranken, die
verkehrsgeografische Lage, die aus der ehemalige "Totwinkellage"
jetzt zum Vorteil geworden sei und durch die EU-Erweiterung an Bedeutung
gewinnen werde. Dies zeige sich auch an dem im Bau befindlichen
Containerterminal, das unter Mitwirkung des Kuratoriums Hochfranken zu Stande
gekommen sei. Auch gebe es in der Region aus allen Branchen Leute mit
Industrieerfahrung. Allerdings betreffen nach den Worten Seidels
,,ordnungspolitische Fehlleitungen" die Region Hochfranken wegen der hier
mittelständisch geprägten Wirtschaft mehr als Deutschland insgesamt. Auf Grund
der Regulierungsdichte machten sich weniger Leute selbstständig als es
eigentlich könnten. Aus der Erfahrung des Kuratoriums Hochfranken unterstrich
Seidel die Bedeutung der qualifizierten Begleitung von Existenzgründern: So
seien 75 bis 80 Prozent der von seiner Organisation betreuten Betriebe nach
eineinhalb Jahren noch am Markt tätig.
Bertram M. Brossardt,
Ansiedlungsbeauftragter des Bayerischen Wirtschaftsministers, gab aus einer
Studie seines Ministeriums die Erkenntnis wieder, dass Unternehmen sich hier
einem allgemeinen Konzentrationstrend in der Industrie widersetzen wollten, was
auch in Kooperationen geschehe.
,,Es gibt die Überlegung,
ein Technikum als Kern eines Zulieferparks zu errichten", so Brossardt
weiter. Mit fünf Unternehmen solle begonnen werden; rund um das Technikum solle
Prototypenbau für Produktion entwickelt werden; hier sehe man gute
Perspektiven. ,,Wir bilden uns nicht ein, dass wir lohnintensivste Fertigung
bekommen werden", so der Ministeriumsvertreter weiter, ,,sondern wir
sollten uns auf Sektoren konzentrieren, wo die Qualifikation der Mitarbeiter
eine große Rolle spielt."
Ein großes Potenzial sieht
Brossardt in dem wachsenden Anteil an Elektronik im Auto sowie in der
Entwicklung recyclingfähiger Werkstoffe. Ein Gespräch mit Spitzenvertretern von
BMW habe ergeben, dass dabei ,,in Nordbayern sehr gute Möglichkeiten vorhanden
sind".
Dr. Gabi Troeger-Weiß, Professorin für Regionalentwicklung und
Raumordnung an der Universität Kaiserslautern und Geschäftsführerin des Forums
Zukunft Oberfranken, nannte Hochschulen ein ,,zentrales Moment bei
Unternehmensgründungen". So würden nach einer Untersuchung ihres
Lehrstuhls allein in der Region Karlsruhe pro Jahr etwa 200 Unternehmen neu
gegründet. ,,Hochfranken hat selbst keine Autohersteller, aber es sind einige
in der Umgebung", fuhr Troeger-Weiß fort.
Als herausragende Anforderungen von Automobilzulieferern an potenzielle Standorte habe ihre Untersuchung folgende Faktoren ermittelt: niedrige Standortkosten, eine gute Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, unproblematische arbeitsrechtliche Strukturen, die Nähe zu Automobilherstellern, schnelle Verwaltungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Möglichkeit zur Nutzung vorhandener Strukturen. ,,Diese Voraussetzungen sind in Oberfranken vorhanden", erklärte die Wissenschaftlerin, ,,und diese Standortvorteile gelten nicht nur in Bezug auf die Automobilindustrie."
Dr. Michael Wüst, Professor
für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Fachhochschule
Mittweida und Autor des Buches ,,Deutschland am Wendepunkt", erklärte,
neue Unternehmensansiedlungen seien zwar wünschenswert, reichten aber allein
zur Lösung der Probleme nicht aus. Zuerst gelte es die schon vorhandenen
Unternehmen zu stärken. ,,Das ist aber nicht nur Frage der Regionalpolitik,
sondern auch der Bundespolitik", so der Wissenschaftler.
In Deutschland habe sich
seit 1965 die Lage am Arbeitsmarkt kontinuierlich verschlechtert, konstatierte
Wüst. Er schlug vor, die jungen Unternehmen in den ersten drei Jahren von
Steuerlasten und Meldepflichten zu befreien. Darüber ergab sich im Anschluss
eine lebhafte Diskussion zwischen Podiumsteilnehmern und Zuhörern. Dabei wurde
darauf verwiesen, dass ähnliche Wege schon im Ausland erfolgreich beschritten
werden.
Eine wichtige Rolle wurde den Medien zugeschrieben: Bei der täglichen Berichterstattung gelte es positive Ansätze in der Wirtschaftsentwicklung besser herauszustellen.
Besuchen Sie bitte auch die
Internet-Seite der Hans Sahrhage
Unternehmensberatung, Naila.
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Stand:
18. November 2009